Kurz beantwortet: Pommes frites gehören bei Haus des Döners zum markenweiten Standardsortiment als Beilage zum Döner. Rechtlich gelten Pommes frites laut den Leitsätzen für Kartoffelerzeugnisse als vorfritierte, gleichmäßig geschnittene Kartoffelstreifen aus geschälten Kartoffeln. Konkrete Nährwerte, das verwendete Frittierfett und ein eigenes Produktzertifikat für die Pommes von Haus des Döners sind nicht zentral dokumentiert. Wie das gesamte Sortiment ist Haus des Döners halal-zertifiziert, diese Zertifizierung gilt für alle Filialen der Marke.
Was sind Pommes frites eigentlich?
Was viele nicht wissen: Der Begriff „Pommes frites“ ist in Deutschland nicht beliebig verwendbar. Die Leitsätze für Kartoffelerzeugnisse der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission definieren Pommes frites als „vorfritierte, möglichst gleichmäßige und formgerechte Kartoffelstreifen“, die aus geschälten Kartoffeln hergestellt und vor dem Verzehr fertig frittiert werden. Erzeugnisse aus zerkleinerten Kartoffeln oder Kartoffeltrockenprodukten dürfen demnach nicht als „Pommes frites“ bezeichnet werden.
Wichtig zur Einordnung: Die Leitsätze sind keine Rechtsnorm im engeren Sinn, sondern spiegeln die sogenannte Verkehrsauffassung wider – sie dienen als Auslegungshilfe. Für Kartoffelerzeugnisse, die in Gaststätten oder der Gemeinschaftsverpflegung frisch zum sofortigen Verzehr zubereitet werden, gelten die Leitsätze zudem nicht unmittelbar. Eine Neufassung der Leitsätze wurde nach einer Anhörung im März 2026 veröffentlicht.
Die Geschichte der Pommes: Belgien oder Frankreich?
Wer hat die Pommes frites erfunden? Diese Frage sorgt seit Jahrzehnten für Diskussionen – und ist bis heute nicht abschließend geklärt.
Die belgische Überlieferung
Die belgische Überlieferung datiert den Ursprung auf das 17. Jahrhundert im Maastal, in der Region um Namur. Der Legende nach sollen Fischer in kalten Wintern, wenn der Fluss zugefroren war, Kartoffeln in Fischform geschnitten und frittiert haben – als Ersatz für den gewohnten Fisch. Ein häufig zitiertes Manuskript aus dem Jahr 1781 gilt vielen als früher schriftlicher Beleg für diese Geschichte.
Die französische Überlieferung
Die französische Überlieferung verortet die Erfindung dagegen im späten 18. Jahrhundert bei Straßenhändlern auf der Pont Neuf in Paris, die frittierte Kartoffelstreifen als schnellen Snack verkauft haben sollen.
Warum der Streit bis heute ungeklärt ist
Welche Version stimmt, lässt sich nicht eindeutig beantworten: Historiker der Université de Liège äußerten sich dazu bereits uneins, und selbst innerhalb Belgiens gibt es inzwischen Stimmen, die eine französische Herkunft für plausibel halten. Für einen fairen Überblick gilt deshalb: Beide Geschichten haben ihre Anhänger, einen wissenschaftlich gesicherten Beweis für eine der beiden Varianten gibt es nicht.
Wie werden Pommes zubereitet?
Bei der Zubereitung von Pommes frites lassen sich grob drei Varianten unterscheiden, wie mehrere Verbraucherportale übereinstimmend beschreiben:
- Klassisch frittiert: Für außen knusprige, innen weiche Pommes werden die Kartoffelstreifen meist doppelt frittiert – zunächst bei niedrigerer Temperatur vorfrittiert, anschließend bei höherer Temperatur fertig gegart.
- Ofen- oder Heißluftvariante: Diese Zubereitung kommt mit deutlich weniger Fett aus, hat dafür aber eine andere Textur als klassisch frittierte Pommes.
- Pommes aus Kartoffelmasse (Extrudate): Bei dieser neueren Herstellungsart werden die Pommes nicht aus rohen Kartoffelstäbchen, sondern aus Kartoffelpulver beziehungsweise -masse geformt. Da Verbraucher bei „Pommes frites“ laut Hessen VerbraucherFenster frittierte Stäbchen aus rohen Kartoffeln erwarten, sind solche Extrudat-Produkte kennzeichnungspflichtig.
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Pommes und Ernährung: Was du wissen solltest
Kalorien und Nährwerte im Überblick
Wie viele Kalorien Pommes frites haben, lässt sich nicht pauschal beantworten. Je nach Quelle und Zubereitungsart liegen die Angaben für frittierte Pommes zwischen rund 247 und 320 Kilokalorien pro 100 Gramm. Ofen- oder Heißluft-Varianten schneiden in mehreren Ernährungsportalen spürbar besser ab, mit teils 45 Prozent weniger Kalorien und 65 Prozent weniger Fett gegenüber frittierten Pommes. Eine einzelne, amtlich festgelegte Kalorienangabe für „die“ Pommes gibt es nicht – erst recht nicht für ein konkretes Produkt eines einzelnen Imbissbetriebs.
Die Verbraucherzentrale ordnet Pommes frites allgemein als ernährungsphysiologisch wenig sinnvoll ein: Sie liefern meist viele Kalorien, Fett und Salz, aber kaum Vitamine oder Mineralstoffe. Diese Einschätzung bezieht sich generell auf Pommes frites als Lebensmittel – nicht auf ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Marke.
Acrylamid – was steckt dahinter?
Seit April 2018 gilt EU-weit die Verordnung (EU) 2017/2158. Sie schreibt verbindliche Minimierungsmaßnahmen vor – etwa bei Kartoffelsorte, Lagerung und Frittiertemperatur – und legt für Pommes frites und vergleichbare Erzeugnisse einen Richtwert von 500 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm fest. Acrylamid steht laut Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im Verdacht, krebserregend zu wirken. Wichtig zur Einordnung: Der Richtwert ist kein hartes, sanktionsbewehrtes Limit, sondern ein Referenzwert. Wird er überschritten, muss der Lebensmittelunternehmer seine Minimierungsmaßnahmen überprüfen – automatische Sanktionen sind damit nicht verbunden.
Pommes als Döner-Beilage: ein deutsches Imbiss-Phänomen
In vielen deutschen Imbissen werden Pommes längst nicht mehr nur als eigenständige Beilage bestellt, sondern auch direkt mit Döner-Fleisch kombiniert. Diese Variante ist in mehreren journalistischen und populären Quellen als „Pomm-Döner“ oder „Döner-Box“ bekannt: Statt im Fladenbrot landet das Fleisch dabei zusammen mit Pommes in einer Pappschale. Mehrere Quellen verorten diese Kombination besonders in west- und ruhrgebietsdeutschen Imbissen. Eine wissenschaftlich gesicherte Datierung, wann genau diese Kombination in Deutschland entstanden ist, liegt allerdings nicht vor.
Auch international zeigt sich: Döner beziehungsweise Kebab wird nicht überall gleich serviert. Der Tagesspiegel weist darauf hin, dass in Frankreich Pommes frites regelmäßig direkt in den Kebab-Wrap gehören, während in England zusätzlich Essig dazukommt. Wer beim Imbiss auf eine fleischlose oder vegane Zubereitung achtet, sollte zudem bedenken: Wird die Fritteuse auch für panierte Fleisch- oder Fischprodukte genutzt, kann es zu Kreuzkontamination kommen – ein allgemeines Phänomen in der Gastronomie, unabhängig vom jeweiligen Betrieb.
Pommes bei Haus des Döners: Was bestätigt ist
Zusammengefasst gilt: Pommes frites gehören bei Haus des Döners zum markenweiten Standardsortiment und ergänzen die Hauptformate HDD Sandwich, HDD Wrap, HDD Box und HDD Teller. Wie das gesamte Sortiment ist Haus des Döners halal-zertifiziert, diese Zertifizierung gilt für alle Filialen der Marke. Haus des Döners ist seit 2019 als Franchise-System mit mehr als 180 Filialen aktiv.
| Aspekt | Status |
|---|---|
| Teil des markenweiten Standardsortiments | bestätigt |
| Halal-Zertifizierung der Marke | bestätigt, gilt markenweit |
| Gesondertes Produktzertifikat für die Pommes | nicht dokumentiert |
| Verwendetes Frittierfett bzw. -öl | nicht zentral dokumentiert |
| Herkunft/Lieferant der Kartoffeln bzw. Pommes-Rohware | nicht zentral dokumentiert |
| Genaue Nährwerte, Portionsgröße und Preis | nicht zentral dokumentiert, standortabhängig zu erfragen |
Wichtig zur Einordnung: Die dokumentierten Halal-Zertifikate von Haus des Döners beziehen sich ausschließlich auf bestimmte Fleisch- und Brotprodukte, nicht auf die Pommes. Welches Frittierfett an deinem Wunschstandort verwendet wird und wie es um eine mögliche Kreuzkontamination mit Fleisch- oder Fischprodukten steht, erfährst du am zuverlässigsten direkt in der jeweiligen Filiale.
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Häufig gestellte Fragen zu Pommes bei Haus des Döners
Woher kommen Pommes frites – aus Belgien oder aus Frankreich?
Beide Länder beanspruchen die Erfindung für sich: Die belgische Überlieferung datiert sie auf das 17. Jahrhundert, die französische auf das späte 18. Jahrhundert. Eine wissenschaftlich abschließend geklärte Antwort gibt es nicht.
Wie viele Kalorien haben Pommes als Beilage ungefähr?
Je nach Quelle und Zubereitungsart liegen frittierte Pommes bei etwa 247 bis 320 Kilokalorien pro 100 Gramm, Ofen- oder Heißluftvarianten deutlich darunter. Einen einzelnen, für alle Pommes gültigen Wert gibt es nicht.
Sind Pommes automatisch vegan?
Nicht zwangsläufig. Ob Pommes vegan bleiben, hängt vom verwendeten Frittierfett, möglichen Zusatzstoffen und davon ab, ob die Fritteuse auch für Fleisch- oder Fischprodukte genutzt wird.
Was ist Acrylamid und warum wird es bei Pommes reguliert?
Acrylamid kann beim Frittieren oder Backen stärkehaltiger Lebensmittel entstehen und steht laut EFSA im Verdacht, krebserregend zu wirken. Seit 2018 gilt EU-weit ein Richtwert von 500 Mikrogramm pro Kilogramm für Pommes frites.
Was ist ein „Pomm-Döner“ beziehungsweise eine „Döner-Box“?
Dabei wird Döner-Fleisch statt im Fladenbrot auf einem Bett aus Pommes in einer Pappschale serviert. Die Variante ist vor allem aus west- und ruhrgebietsdeutschen Imbissen bekannt.
Sind die Pommes bei Haus des Döners halal-zertifiziert?
Haus des Döners ist halal-zertifiziert, diese Zertifizierung gilt markenweit für alle Filialen. Für die Pommes selbst liegt kein gesondertes Produktzertifikat vor – anders als für bestimmte Fleisch- und Brotprodukte der Marke.

